
Im Jahr 1935
liefen die ersten Planungen zum Bau einer Befestigungslinie an.
Zum Schutz an
der Westgrenze wurde 1936 (offiziell ab 1938) ein Schutzwall
-bestehend aus
Bunkern, Panzersperren, Gräben und Stacheldrahtverhauen
errichtet. Dieser
Schutzwall erstreckte sich im Norden vom Niederrhein bis unterhalb
Basel im Süden
auf einer Länge von 630 Kilometern . Er erhielt den Namen
"Limes Programm"
, in Anlehnung an die römische Befestigung. Im Laufe der Bauzeit
gab die Zivilbevölkerung
ihm den Namen "Westwall", welcher später auch in der
Propaganda benutzt
wurde!
In diesem "Westwall"
waren 22.000 Bunker und Werke geplant. Erbaut wurden
ca. 14.800 Bunker
und Werke, darunter 32 Panzerwerke der Baustärke "B"
(=2 Meter dicker
Beton).
Dieses von uns
so benannte B-Werk, weil auf dem Berg an der Nims erbaut, wurde von
Mitarbeitern
unseres Teams erkundet.
Der Nimsbunker
liegt ausserhalb Irrel auf dem Gelände eines Campingplatzes. Wenn
man
diesen den Berg
hinauffährt, liegt er versteckt auf der linken Seite des Weges.
Der große
freie Platz
gehörte mit zum Areal. Links der Einfahrt sieht man noch Reste der
Verteidigungsanlage.
Der Bunker selbst ist von den Franzosen nach Kriegsende gesprengt worden. Die oberste Etageder dreistöckigen Anlage ist arg zerstört. Der Haupteingang mit der Eingangsverteidigung ist nur durch ein Erdloch zu erreichen.Der Eingang selber wurde nur mit Erde verschüttet.

Um in den interessanten
Teil zu gelangen, muß etwas weiter im Gelände eine angebrachte
Luke (siehe Bild)geöffnet werden.Vermutlich ein früherer Notausstieg.
Wenn man sich durch die Sprengung gearbeitet hat, kann man in die nächste
Etage hinunterklettern. Hier sieht die Welt schon wieder besser aus.
Kaum noch Zerstörungen,
ausser durch irgendwelche Vandalen, welche meinten z.B. die
Waschgelegenheiten
zerdeppern zu müssen.
An den Wänden
finden sich noch die Räume mit Nummern aufgelistet.
Der Kocher des
Flammenwerfers ist auch auf dieser Etage zu finden. Dieser hatte damals
eine Reichweite
von etwa 150 Meter, ein tödliches Gemisch aus Öl und Benzin ausstoßend.
Ein in den Berg getriebener Notstollen endet nach zirka 50 Meter. Von einer Besichtigung ist nur abzuraten!

Hat sich der Schreck
gelegt, kann der neugierige Mensch zwei Hohlgänge betreten. Der eine
führt zur
Brunnenkammer und dem Munitionsdepot, der andere endet an einer Verschüttung.Dort
war einmal der Materialeingang. Eine Eingangsverteidigung kann man noch
erkennen.Dieser Eingang lag auf Höhe der Nims. Wenn man den Berg umfährt
und ein Auge für solche Dinge hat, findet man auch den Betonüberbau
des ME etwas abseits des Weges am Hang gelegen.

Dieser Nimsbunker
ist nicht der einzige in Irrel. Schräg gegenüber, zirka 500m
entfernt auf der anderen Straßenseite liegt das Gegenstück.
Dann ist da noch der Katzenkopf. Dieses B-Werk ist
als Westwall-Museum wieder aufgebaut worden. Zwar keine Offenbarung für
Bunkerenthusiasten-
aber nicht uninteressant.
Die Entscheidung
für den Katzenkopf fiel aufgrund der besseren Bausubstanz. Im Werk
an der Nims
ist Beton von schlechterer Qualität verbaut worden und deshalb gab
die Freiwillige
Feuerwehr von
Irrel der schlechteren Situation ( durch Sprengungen viel stärkere
Zerstörungen) mit
mehr Kostenaufwand den Vorzug.
Bei Fragen zur
Bewaffnung ,Betonstärke oder auch Mannschaftsbelegung der Bunker des
Westwalles wenden
sie sich an uns. BIG. wird allen Fragen nachgehen und wir werden versuchen
Antworten zu geben.
© 1998 BIG