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Eine moderne, christliche Hilfsorganisation stellt sich
vor
Status:
Gemeinnützig
Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH) verfolgt ausschließlich
mildtätige und gemeinnützige Zwecke. Sie ist selbstlos tätig
und verfolgt nicht in erster Linie wirtschaftliche Zwecke (§§
51 ff Abgabenordnung). Rechtlich ist die JUH ein eingetragener
Verein des privaten Rechts im Sinne des Bürgerlichen
Gesetzbuches.
Sie ist ein Fachverband des Diakonischen Werdes der
Bundesrepublik Deutschland. Die JUH ist als freiwillige
Hilfsorganisation im Sinne des 1. Genfer Abkommens (Art 26) vom
12. August 1949 anerkannt.
Struktur:
Föderativ
Die JUH gliedert sich in Landesverbände, die über 300 Bezirks-,
Kreis- und Ortsverbände umfassen, davon 61 in den neuen
Bundesländern. Der Wirkungskreis der JUH geht über nationale
Grenzen hinweg. Die JUH hat eigene Organisationen in Österreich,
Italien und Namibia.
Der Verein und die Bundesgeschäfftsführung haben ihren Sitz
in Bonn.
Selbstverständnis:
Christlich
Das Selbstverständnis der JUH spiegelt sich in der Präambel
ihrer Satzung wieder:
"Im Bewußtsein der Tradition christlicher
Nächstenliebe, der die Johanniter seit Jahrhunderten
verpflichtet sind, und herausgefordert durch die Nöte und
Gefahren der Welt, will die JUH in Verantwortung vor Gott den
leidenden Menschen unserer Zeit beistehen."
Charakter:
Ehrenamtlich
Aus ehrenamtlicher Initative ist die Organistion entstanden.
Insgesamt helfen heute rd. 14.000 Personen ehrenamtlich. In hohem
Maße leisten auch die rd. 4.300 Arbeitnehmer (Vollzeit- und
Teilzeitbeschäftigte) und rd. 2.650 Zivildienstleistende
unentgeltlich "Mehrarbeit für die Organisationen" und
tragen damit zum Erhalt des ehrenamtlichen Charakters bei.
Ehrenamtlich werden insbesondere Führungs-und
Aufsichtsfunktionen in der JUH erfüllt. Mehr als 800.000
Menschen unterstützen die JUH als sogenannte "fördernde
Mitglieder" finanziell und ideell. Der Beitrag, den sie
jährlich entrichten, beträgt mindestens DM 36,-.
Eine weitere Stärke der JUH ist ihre Fähigkeit, auf die
individuellen Bedürfnisse einzugehen. Die Nöte "vor
Ort" sind entscheidend für das Engagement.
Gesellschaftliche Grundlage:
Vielfältige Eigeninitativen
Wichtigste gesellschaftliche Grundlage für die Arbeit der JUH
ist das Prinzip der Subsidiarität.Darunter versteht man, daß
der Staat erst in zweiter Linie, also "subsidiär"
tätig werden soll. In erster Linie sind es die Menschen, die
durch die eigenen Kräfte den Dienst am Nächsten leisten. Dies
geschieht in der Familie, aber auch in der Gesellschaft
insgesamt. Diese Initiative zu unterstützen und - wenn sie nicht
ausreichen - mit eigenen Mitteln zu helfen, ist die Aufgabe des
Staates.
Ein Hilfeleistungsmonopol sollte weder der Staat noch eine
einzige von ihm beauftrage oder selbsernannte gesellschaftliche
Kraft haben. Und darum hat die Pluralität eine so wichtige
Funktion.
Aufgaben:
Dienst am Nächsten
Die Aufgaben der JUH sind in erster Linie Ausbildung und
Betätigung in "Erster Hilfe", Rettungsdienst,
Krankentransport, Unfall-Folgedienst, Bevölkerungschutz (der den
Katastrophen- sowie den Zivilschutz umfaßt), Ausbildung von
Schwesternhelferinnen, Jugendarbeit, Behinderten- und
Altenbetreuung (und weitere Hilfeleistungen im caritativen
Bereich.) Als Hilfsorganisation ist sie besonders dann gefordert,
wenn akute Notsituationen und unvorhersehbare Herausforderungen
entstehen. Beispiel aus jüngerer Zeit: Die Betreuung deutscher
Übersiedler und Flüchtlinge, das Engagement in den neuen
Bundesländern sowie die Auslandseinsätze im Iran und in der
Türkei für irakische Flüchtlinge, Hilfen für die Opfer der
Bürgerkriegs in Jugoslawien sowie partnerschaftliche
Hilfsleistungen für die ehemaligen Republiken der Sowjetunion
und andere osteuropäische Länder.
Leistungen:
Tausendfache Hilfe
Jährlich bildet die JUH über 100.000 Menschen aus: in Kursen
für Erste Hilfe, Sofortmaßnahmen am Unfallort, Erste Hilfe am
Kind, Häusliche Krankepflege und Herz-Lungen-Wiederbelebung. Die
Ausbildung von Ausbildern gehört dazu. Der Rettungsdienst führt
mehrere hundertausend Transporte zu Lande und in der Luft durch.
Der mobile Mahlzeitdienst "Essen auf Rädern" teilt
über 1 Million Menüs aus. Der Behindertenfahrdienst ermöglicht
und erleichtert vielen tausend Personen den Kontakt zu
Außenwelt. Im Rahmen der ambulanten sozialen Dienste werden
hundertausendfach Grund- und Behandlungspflegen durchgeführt,
Hilfe im Haushalt geleistet. Insgesamt hat die JUH über 2.000
Fahrzeuge.
Geschichte:
Wurzeln im fast 900 Jahre alten Orden
Die Johanniter-Unfall-Hilfe wurde 1952 gegründet. Sie ist ein
Ordenswerk des evangelischen Johanniter-Ordens, der sich -
entsprechend seiner Tradition - vornehmlich der Fürsorge kranker
und alter Menschen widmet.
Die Gründung der Johanniter-Ordens geht auf die Eroberung Jerusalems durch die Kreuzfahrer im Jahre 1099 zurück, als der Franzose Christoph Gerard sich des Elends der vielen Verwundeten und Kranken im pflegerischen Dienst annahm. Unter dem weißen Johanniter-Kreuz, das mit acht Spitzen auf die acht Seligpreisungen am Anfang der Bergpredigt hinweist, tat er mit seinen Helfern Samariter-Dienste. 1113 erlangte der Orden der Johanniter päpstliche Anerkennung und Eigenständigkeit. So auch die Balley Brandenburg der Ordens im Jahre 1382 durch den Vertrag von Heimbach. In der Reformationszeit traten die meisten Ritter der Balley Brandenburg zum evangelischen Glauben über.
| Helfen macht
Freu(n)de Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Bundesgeschäftsstelle Karl-Legien-Str. 188 D-53117 Bonn Tel.: 0228/6830-0 Fax.: 0228/6830-432 |
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Letzte Änderung: 12.07.1998 -- © by Matthias Kraft